Mit deutschen Behörden und Ämtern habe ich seit meiner Abmeldung in Deutschland und meinem Umzug in die USA wenig zu tun. Als ich im Urlaub in Deutschland war, schaute ich mal bei der Postbank vorbei (das ist ja fast eine „Behörde“), um endlich zu regeln, welche Adresse dort angegeben ist. Ansonsten gab es wenig Berührungspunkte. In den vergangenen Wochen musste ich mich allerdings um die Bundestagswahl und die Rente kümmern.

Bundestagswahl – als im Ausland lebender Deutscher wählen gehen

Zunächst einmal musste ich mich darum kümmern, dass ich am 22. September bei der Bundestagswahl in Deutschland wählen darf. Selbst wenn man keinen Wohnsitz in Deutschland mehr hat, ist man unter bestimmten Bedingungen als im Ausland lebender Deutscher wahlberechtigt. Diese sind:

  • Wenn man nach Vollendung des 14. Lebensjahrs mindestens drei Monate lang in Deutschland gelebt hat. Dies darf nicht mehr als 25 Jahre zurückliegen.
  • Wenn man aus anderen Gründen „Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen“ in Deutschland erworben hat. Was das heißt, liest man genauer beim Bundeswahlleiter nach.
  • Zudem muss ins Wählerverzeichnis eingetragen sein.

Genau hier liegt das Problem. Man muss sich als im Ausland lebender Deutscher selber um eine Eintragung ins Wählerverzeichnis kümmern, wenn man bei der Bundestagswahl teilnehmen will. Den Antrag findet man auf dieser Seite. Der Eintrag muss bis zum 2. September beim Wahlamt der Gemeinde eingegangen sind, wo man zuletzt gelebt hat. Ich wähle also weiterhin in Berlin.

Die Rente in Deutschland

Das Thema „Rente in Deutschland beantragen“ interessiert mich bisher nur bedingt – ich habe noch ein paar Jahrzehnte. Aber vor wenigen Wochen kam ein Brief von der Deutschen Rentenversicherung ins Haus. Ich möge doch bitte fehlende Versicherungszeiten nachtragen – es fehlen die Zeiten seit November 2010. Seitdem wohne ich in den USA.

Eine E-Mail blieb zunächst unbeantwortet, dann erfuhr ich, dass Informationen per E-Mail aus Datenschutzgründen nicht weitergegeben würden. Also schrieb ich einen Brief, der mittlerweile beantwortet wurde. Zudem gibt es eine Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zum Thema „Arbeit – Rente – Ausland“, die man sich auf der Webseite herunterladen kann.

Zusammengefasst: Es gibt ein Abkommen zwischen Deutschland und den USA, so dass Versicherungszeiten, die man in den USA erworben hat, mit denen in Deutschland zusammengerechnet werden können. Dazu muss man der Rentenversicherung erlauben, Auskünfte bei der „Social Security Administration“ einzuholen.

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